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Aktuelles

freiwillige Feuerwehren der Verbandsgemeinde

Warum fährt die Feuerwehr auch Nachts mit Martinshorn?

Die Feuerwehr wird nur dann alarmiert, wenn eine Notlage vorliegt.

Um Gefahren abzuwehren und Menschenleben zu retten, ist höchste Eile geboten; dafür werden den Einsatzfahrzeugen Sonderrechte eingeräumt.

Gesetzlich ist dies in der Straßenverkehrsordnung § 35 StVO Sonderrechte und § 38 Blaues Blinklicht und gelbes Blinklicht geregelt.

Dadurch wird klar:

Die Feuerwehr hat neben den Sonderrechten auch ein Wegerecht.

Dies bedeutet, dass Fahrzeugen der Feuerwehr, die mit Blaulicht und Sondersignal unterwegs sind, der Weg frei zu machen ist. Um diese Bevorrechtigung in Anspruch zu nehmen, muss der Fahrer besagtes Blaulicht und Sondersignal einschalten. Denn er hat dieses Recht nur in Verbindung mit beiden Warneinrichtungen, also mit Blaulicht und Sondersignal.

Trotzdem trägt der Fahrer ein immens hohes Risiko und wird im Falle eines Unfalles in 90 Prozent der Fälle mit zur Verantwortung gezogen. Wenn man sich überlegt, dass die Einsatzkräfte ehrenamtlich unterwegs sind, verlangt man ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.

Ein Fahrer eines Einsatzfahrzeuges handelt fahrlässig, wenn er bei einer Fahrt mit Blaulicht auch nachts kein Martinshorn verwendet. Kommt es zu einem Unfall, kann er auch bei Unverschulden in Haftung genommen werden.

Wir hoffen auf Ihr Verständnis, wenn Sie bei einer unserer Einsatzfahrten geweckt werden sollten!

Einsatzfahrzeuge, auch die der Polizei und des Rettungsdienstes, fahren nicht ohne Grund mit Tatütata durch die Straßen.

Wir sind auch für Sie da!

Bitte denken Sie daran:

Sie können sich nochmal umdrehen und weiterschlafen - unsere Einsatzkräfte, die vor zehn Minuten noch genauso friedlich in ihrem Bett schlummerten wie Sie und jetzt zu einem Notfall unterwegs sind, für diese Leute ist die Nacht meistens zu Ende, da auch sie wieder pünktlich zur Arbeit erscheinen sollen.

  • Bedenken Sie, dass für denjenigen, der in eine Notlage geraten ist und auf die Feuerwehr wartet, Minuten bis zum Eintreffen der Fahrzeuge wie Stunden vergehen.
  • Bedenken Sie, dass Sie als in Not geratener Bürger zuerst fragen werden, weshalb die Feuerwehr denn so lang gebraucht hat.
  • Bedenken Sie, dass der Fahrer dieses Einsatzfahrzeuges unentgeltlich unterwegs ist und ein hohes Maß an Verantwortung für Fahrzeug und Mannschaft trägt, um rechtzeitig am Einsatzort zu sein.

Wir hoffen, dass Sie nicht in die Lage geraten, einmal die Feuerwehr rufen zu müssen. Sollten Sie demnächst durch ein Sondersignal aufwachen, denken Sie doch einfach mal darüber nach, dass es in diesem Moment Personen gibt, die es sehr viel schlechter trifft als Sie.

Wenn Sie einmal nachts die Hilfe der Feuerwehr brauchen, so können Sie auf uns zählen.

Ob dabei andere aus dem Schlaf gerissen werden, ist dabei für Sie nicht von Bedeutung. Im Gegenteil, es zählt jede Sekunde, die die Feuerwehr bei Ihnen eher eintrifft.

Die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Hagenbach bedankt sich für Ihr Verständnis.

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